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Martin Luther als Comicheld in "Luther" von Moritz Stetter

Moritz Stetter ziegt die vielfältige Darstellungsmöglichkeiten einer Grafic Novel

Auch das an Bedeutung stets wachsende Literaturgenre der Grafic Novel macht nicht Halt vor Luther und dem Reformationsjubiläum. In eindrucksvollen Bildern zeichnet der Hamburger Comiczeichner Moritz Stetter wichtige Stationen aus dem Leben Luthers und setz diese in den politischen und gesellschaftlichen Kontext der damaligen Zeit.

Luther wird von Stetter nicht nur in Form eines reformatorischen Comichelden dargestellt, sondern auch als Mensch, der von Zweifeln geplagt ist, nach Anerkennung sucht und auch gern einfach sein Leben genießt. Die Einzigartigkeit des Genres der Grafic Novel wird auch in Stetters Werk deutlich. Der hanseatische Comiczeichner lässt diverse Referenzen aus Pop-Kultur, aber auch bekannte Bilder von Hieronymus Bosch und Albrecht Dürer in seine Arbeit miteinfließen. „Luther“ lässt somit Historienroman und Comic in ein Werk verschmelzen.

Die zentrale Frage warum ein tiefgläubiger Mönch anfing, an der römisch-katholischen Kirche zu zweifeln, geht Stetter nicht aus dem Weg, sondern beantwortet sie in erfrischender Art und Weise.