Vielfalt als Chance – Impulse für das
demokratische Miteinander

Leitfragen des Forums

Was müssen Staat, Sozialpartner und Zivilgesellschaft tun, damit Vielfalt in einer offenen Gesellschaft gelebt wird? 


Wie sehen Geflüchtete auf Vielfalt und Demokratie? Welche Perspektiven haben sie?

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Keynote

Wie viel Religion braucht eine demokratische Gesellschaft?
mit Prof. Dr. Rolf Schieder, Humboldt-Universität zu Berlin

Thesentische zu den Themen

Menschenwürde – Toleranz – Verzicht: Leitbild demokratische Konfliktkultur, mit Input von Martin Dutzmann, Bevollmächtigter der Evangelischen Kirche in Deutschland, moderiert von Karl Georg Ohse, BAG Kirche und Rechtsextremismus

Identität und Wertevermittlung vor dem Hintergrund kultureller und religiöser Vielfalt, mit Input von Prof. Naika Foroutan, Institut für Integrations- und Migrationsforschung Berlin, moderiert von Ole Jantschek, Evangelische Akademien Deutschlands

Gewalt und Radikalisierung als Gegenpol einer vielfältigen und offenen Gesellschaft, mit Input von Prof. Dr. Stephan Bundschuh, Hochschule Koblenz, und Susanna Steinbach, Türkische Gemeinde in Deutschland e.V., moderiert von Klaus-Dieter Kaiser, Evangelische Akademie der Nordkirche

Der Blick auf Demokratie und Vielfalt mit den Augen Geflüchteter, mit Input von Monis Bukhari, „Syrisches Haus in Deutschland“, moderiert von Jutta Weduwen, BAG Kirche und Rechtsextremismus

Die erarbeiteten Thesen

1.     Vielfalt ist kein Wert an sich, sondern empirische Realität. Damit Vielfalt eine Ressource werden kann, müssen auch anstrengende Aushandlungsprozesse geführt werden. Wichtig ist dabei, Vertrauen und Transparenz zu schaffen. Anerkennung, Chancen und Teilhabe sind Werte für alle!

2.     Demokratische (Konflikt)kultur braucht Orte des Einübens. Vorhandene Orte sind zu stärken (z.B. VHS, Kirche, Sport etc.). Öffentliche Institutionen, wie Schulen, Universitäten müssen demokratiefähig(er) werden. Die Mitglieder müssen Gestalter ihrer Orte sein.

3.     Aktuell sind in Deutschland eher die Gemeinsamkeiten aller Menschen, die hier leben (unabhängig ihrer Religion, Herkunft, Aufenthaltsstatus, Geschlecht usw.) als die Unterschiede zu betonen. Wenn Empörung zur Radikalisierung und so zu menschenverachtendem Hass wird, ist dem radikal (grundlegend) und konkret entgegenzutreten (und die Menschen und Einrichtungen, die sich engagieren, sind zu unterstützen).


    Moderation: Miriam Janke

    Gastgeberin: Dr. Heiko Geue, Abteilungsleiter Zentralabteilung und Engagementpo- litik im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)